World Adventure Tour

7. Etappe

Niamey-Niger

Wir können wieder von einem paradisischen Plätzchen berichten, am Ufer des Niger unter Mangobäumen gelegen, mit unendlich vielen Geräuschen, die wir noch nie zuvor gehört haben und kleinen Seeroseninselchen, die direkt an unserer Feuerwehr vorbeischwimmen.

Burkina Faso haben wir durchquert, eines der ärmsten Länder Afrikas, jedoch mit den freundlichsten und fröhlichsten Menschen, die wir bisher trafen. Die Frauen tragen kiloschwere Lasten frei balancierend auf ihren Köpfen, ein Kind auf den Rücken gebunden und so laufen sie viele Kilometer barfüssig und barbusig durch die sengende Hitze Afrikas. Ihre kleinen Dörfer sind kreisförmig angeordnet, die Häuser rund und mit einem Spitzdach aus Stroh. Man sagt den Bewohnern mystische Kräfte nach - wie sonst könnten sie unter solch extrem lebensfeindlichen Bedingungen mit diesem Strahlen überleben?

Die Staedte mieden wir so gut es ging, lediglich in Quaga war ein Besuch auf der "Bank of Afrika" von Nöten; die letzte Chance - dank unsrer mauretanischen Beziehungen zum Bankdirektor - unsere Traveller-Cheques einzulösen.

Nicht weit entfernt entdeckten wir eine Ziegenkäsefarm an einem Stausee gelegen, nach 6 Monaten Käseabstinenz ein Muß und Genuß! Manchmal, wenn wir so durch die Dörfer rollen und Heiner der Geruch feinsten Grillgutes in die Nase steigt, zwingt es ihn zu einer Vollbremsung. So sitzen wir dann, umringt vom ganzen Dorf, und werden nicht angemacht, sondern aus- und angelacht. Die Menschen hier haben nicht viel, doch eines besitzen sie: ihren Stolz und den kann man sehen!

Lasst mich nun noch vom "piscine olympique" in Niamey (Hauptstadt Nigers) berichten: ein 50 Meter-Becken mit sauberstem Wasser und überschattet von Eukalyptusbäumen, heißen afrikanischen Rhytmen aus den Lautsprecher dröhnend, Blick auf den sich dahinschlängelnden Niger und die unglaubigen Blicke der Bademeister, die wohl nicht einmal den Freischwimmer haben.

Der Preis ist heiss: per Rad gehts auf einer gerölligen Piste steil bergauf, dann Suche nach der Hauptpiste, dann 25 Kilometer durch die unerbittliche Sonne und den heissen Wind. Das Fernsehteam eines französischen Senders verfolgte mich heute und ich hab Euch alle daheim herzlich gegrüsst!

Zurück sind die Satteltaschen voll mit Ananas, Papayas, Limetten, Bananen, Guaven und Melonen. Ein kleiner "Downhill" zu unserem Uferplätzchen, wo Heiner und Edy der Hund schnarchenderweise zwischen den Seerosen von frischen Früchten und Spiesschen träumen. Guten Appetitt!

So wünschen wir Euch sicherheitshalber schon mal frohe Weihnachten, denn wer weiss, wo hier das nächste Internetcafe ist ? Vielleicht erst in Kenia. Dazwischen liegen viele sandige Kilometer durch den Tschad, Sudan und Athiopien.

 
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