World Adventure Tour

6. Etappe

Von Mali nach Burkina Faso/Auf dem Weg nach mittendrin

Bamako, 40 Kilometer nördlich davon: l'axe de la terre - die Sonne im Zenith - eine 1 Millionen Stadt vollgestopft mit Autos und stinkenden Mopeds - total verpestete Luft, da Kessellage - verwirrende Verkehrsführung und lauernde Polizisten - Niger übers Ufer getreten, beidseitig fruchtbarstes Land - wilde Mischung aus modernen und zerfallenen Gebäuden - schönes Künstlerviertel - nur Schwarze, wir die einzigen Weissen - Heiner krank - Schwächegrippe und aufgeätzte Füsse (dank der 'Scheissaktion') - nach 5 Tagen auferstanden und es geht weiter zu viert mit folgender Besatzung: Ben Laden wie man Heiner hier nennt, mit seiner Rastarunnerin Lalu (Kopf voller Zöpfe), ihr ungehöriger Hund und dem parasitenahnlichen, brotlosen Künstler aus dem Senegal. Die Fahrt geht auf bester Strasse durch riesige Wälder mit überdimensionalen Affenbrotbäumen Richtung Burkina.

Kaum verlassen wir die Feuerwehr, kreucht und fleucht es um uns herum - Heuschrecken und Kollegen. Zwischen Lalus Rastazöpfen hat sich eine Biene samt Stachel eingenistet - rechte Gesichtshälfte taub. Die frischen Nächte verbringen wir in freier Wildbahn bei unendlicher Ruhe und klarstem Sternenhimmel. Nach 3 Tagen und 3 ganzen Sätzen von unserem Senegal. Egel rollen wir über die Grenze Burkinas nach Bobo Dialasso ein. Mit einem Wutausbruch, wie Heiner ihn noch nie erlebt hat, hat Rastalalu unseren schwarzen Hausboy fristlos gekündigt. Nun geniessen wir das gemütliche Städtchen, unseren bestgelegensten Stellplatz unter Bäumen, mit einer Dusche, dessen fester Strahl uns neu erglänzen lässt. Frischen Mutes gehts morgen weiter in die Hauptstadt und immer weiter Richtung Osten; noch 1700 Kilometer bis Zinder, wo wir unsere Freunde aus Franken treffen.

 
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