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Von Mauretanien nach Mali/Bis zum Hals in der Scheisse
Hier kommt unser Bericht von der langen Reise von Mauretanien nach Mali. Zum Sonnenaufgang am 1.10. waren wir soweit - der Tag, an dem wir unser paradiesisches Sommerdomizil verliessen. Der einzigartige Strand, die Natur und unsere liebgewonnenen Freunde. Wie immer mit einem lachenden und einem weinenden Auge fuhren wir die ersten 200 Kilometer auf einer bestasphaltierten Strasse durch eine Wüstenlandschaft, die, wenn wir sie Euch beschreiben müssten, keine Worte fände.
Einzigartig schwarze, rote, braune bis hin zu okkerfarbenen Sanddünen, die sich mit der Zeit in grün verwandelten, da die Regenzeit, die jetzt fast zu Ende ist, ihnen Leben einhauchte. Kaum Menschen, nur Polizei, Gendamerie und Zollkontrollen, welche alle um "cadeau" (Geschenk) mehr oder weniger bettelten. Heiners Standardspruch: "Je ne suis pas papa Noel avec un grand sac". So kamen wir durch mit einem Schmunzeln der Polizei ohne dabei arm zu werden.
Der Spaß endete allerdings, als sich die Strasse in eine total versandete Kraterlandschaft verwandelte. Die Regenzeit hinterliess ihre tiefen Spuren: Schlaglöcher und Wellblech, durchtasten im 1.Gang - und das 1500 lange Kilometer.
Heiners Rücken brannte, er war den Tränen nahe und hatte keinen Blick mehr für die wunderbare grüne Wüste, mit ihrer Tierwelt, den Nomaden und den kleinen süssen Dörfern. Selbst Nachts träumte er von Wasserlöchern, Gräben, Furchen und Tiefsand.
Doch unsere 40-jährige Feuerwehr hat sich aufs Beste bewährt! Sie hat uns durch alles, was noch so unüberwindlich erschien, in 5 Tagen und Nächten nach Bamako gebracht.
Fix und fertig wie selten zuvor erreichten wir Malis Hauptstadt.
Doch dann, 100 Meter vor der Haustür versanken wir in einem metertiefen Poolloch voller Scheisse in dem Heiner, als er ausstieg um zu schauen, verschwand. Diese Krönung hat uns eine Nacht voller Moskitos gekostet, um unser Haus; die Feuerwehr aus dem Scheissloch zu befreien.
Das ganze Viertel lief zusammen um uns zu helfen und ein LKW konnte uns unter größtem Materialverschleiss endlich herausziehen. Alle applaudierten und freuten sich fuer uns. Auf diese Weise lernten wir die äusserst netten Malinesen kennen.
Am nächsten Tag haben wir einen prima Stellplatz in einem Garten, unter Bäumen, bei einer netten Familie im Zentrum Bamakos gefunden. Hier erholen wir uns, geniessen den Großtadtflair, das Bier und melden uns vor unsrer Weiterreise Richtung Dogonland noch einmal.
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