World Adventure Tour

3. Etappe

Am Ende ist das Meer geblieben

Salamaleicum!!
Seht ihr das Augenzwinkern des Bildschirms ? Das sind wir, die beiden Strandbewohner von Mauretanien und schicken euch einen langen, warmen Sonnenstrahl. Bei uns ist wieder Ruhe eingekehrt, seid die australische Ölgesellschaft Leine gezogen hat. Das Leben in Saus und Braus, in Hülle und Fülle mitten in der Sahara am Atlantik ist vorbei und wir geniessen wieder unser Robinson Crusoe Leben am Strand.

Mehr denn je, denn auch der Hotelchef Willi und Nathalie haben den Schauplatz verlassen; mit ihnen das gesamte Personal bis auf den Tag- und Nachtwächter (unsere Freunde), die beiden Hunde, die Spatzen vor unserer Tür und die Fliegen hinter unserer Tür. Neu hinzugekommen dagegen ist ein kleines Hundebaby, das über die Mauer geworfen wurde und nun mit Fläschchen und "Nestle Babynahrung bis 4 Mon." rund um die Uhr gefüttert wird.

Von heut auf morgen wurde das Hotel geschlossen, die Küche ausgeräumt, Fernseher und Möbel herausgetragen, Strom und Wasser abgestellt, das Personal entlassen. So läuft das hier in Mauretanien, erst kommen die Geldeintreiber vom Staat und wollen Steuern, dann kommen sie und schauen was noch zu holen ist. Am besten, man schliesst erstmal, zumal der eigentliche Besitzer, ein jüdischer Diamantenhändler, keine Kohle mehr locker macht um die laufenden Kosten zu zahlen. Schade einerseits, denn wir haben die Bar neu dekoriert und mit unseren bemalten Glühbirnen neu beleuchtet, andererseits ist es nun noch paradiesischer - wir sind die einzigen hier und die einzigen, die im Meer schwimmen.

Heiner ist der "Wasser-Mann", er hat den Schlüssel für das Wasserreservoir bekommen und zusätzlich noch der "Strom-Mann", denn mit Hilfe unseres Stromaggregats laden wir eine alte Batterie und klemmen eine 12V Autoglühbirne dran. So leben wir autark, ohne Uhr und Zeit (bis auf meine Joggingendspurtzeit, hihi), angeln mit Cedric am Strand und grillen den frischesten Fisch am Feuer am Beach. Nachts wachen die Hunde vor unserer Tür, wir haben alles geöffnet und hören seit über 3 Monaten Tag und Nacht das (be-)Rauschen des Meeres.

Am Ende ist das Meer geblieben - eine Welle rollt über die erste hinweg und schäumt auf, funkelt und sprüht von neuem Leben. Zahllos entstehen und sterben neue Wellen, decken sich zu und erneuern sich, von Ewigkeit zu Ewigkeit, fügen ihr Leben zum Leben. Soweit man sie hören kann, wiederholen alle mit gleicher Stimme die gleichen Worte:

Man wird kreativ am Meer!

 
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