World Adventure Tour

11. Etappe
On the road again

Die neue Strecke: Von Dar es Salaam nach Mbeya, von dort nach Malawi nach Karonga, immer am See entlang. Zomba, dann Lilongwe, das ist die Hauptstadt von Malawi, dann über die Grenze nach Sambia zur Hauptstadt Lusaka. Es geht weiter nach Zimbabwe.

Ein letztes Mal laufen am Strand - endlos kann man hier von Bucht zu Bucht laufen ohne einen Menschen zu sehen. Dann auch ein letztes Mal schwimmen - den indischen Ozean werden wir erst wieder auf der Rückreise geniessen koennen. Ein letztes Mal auf der Fähre, die uns täglich von der Halbinsel nach Dar gebracht hat ... und dann rollen wir wieder. Es ist ein erhabenes Gefühl, ein Gefühl der absoluten Freiheit, wieder "on the road" zu sein. Das Abenteuer geht weiter. Wir haben 1000 km vor uns bis an die malawische Grenze. Nach soviel Strand und Meer freuen wir uns riesig auf die Berge, den Wald und die angenehme Kühle.

Bereits am 2.Tag passieren wir den Mikumi-Nationalpark und alles was Rang und Namen hat unter den Tieren stellt sich uns vor: Affen, Elefanten, Büffel, Warzenschweine, Antilopen, Giraffen, Zebras - alles aus nächster Nähe - einfach faszinierend. Als Übernachtungsplätze wählen wir einmal das Tal der Affenbrotbäume - das wäre etwas für den kl. Prinzen - oder das Ufer des Ruahaflusses, einmal entdecken wir eine Farm mitten in den Bergen, wo wir frisches Gemüse und "Brownies" kaufen können.
Der nächste längere Stop ist "Njombe" bei Thomas einem Entwicklungshelfer. Njombe liegt auf 2000 m. Höhe, es sieht aus wie im Schwarzwald und ist Teeanbaugebiet. Hier oben herrscht rauhes Klima und ist daher mosquitofrei. Von hier aus starten wir eine Safari mitten ins Land auf der Suche nach Wasserfällen. Wir passieren hohe Berge und Flüsse, brechen auf einer Holzbrücke ein und brauchen Stunden, um den Landrover von Thomas wieder aus dem Loch zu ziehen. Es scheint schon länger hier keiner mehr gefahren zu sein, denn die Balken über den Fluss waren morsch.
Die Wasserfälle jedoch entschädigten uns für alle Mühen und Strapazen. 20-30 m. tief stürzt sich das Wasser und bildet unten eine Art Schwimmbecken, das eingerahmt ist von einem Regenbogen und riesigen Farnen. Wie im Paradies?
Die nächste Safari starteten wir mit dem Rad: unser Ziel war Songea - knappe 300 km von Njombe entfernt. Die Piste jedoch war auf keinem Meter gerade - es ging mit 14-15% hoch oder runter. Es scheinen nicht viele "Muzungus" = Weisse hier vorbeizukommen, geschweigedenn mit dem Fahrrad, wo die Frau alles Gepäck schleppt. Obwohl das eigentlich ganz der afrikanischen Mentalität entspricht: die Frauen schleppen unvorstellbare Lasten auf den Köpfen, während die Männer rauchen und sich ausruhen. Heiner hatte Glück - sein Rad ist ohne Gepäckträger ...

Nachts quartierten wir uns in einer Art Gästehaus ein und wenn nicht gerade eine Ameisenstrasse durchs Zimmer lief, so brach das Bett zusammen - oder beides. Nun sind wir in "Mbeya", 100 km vor Malawi. Rundherum sind Berge und die beiden höchsten haben wir erklommen: Peak Mbeya und Peak Kaluwe. Bis Montag müssen wir ausgereist sein, denn das Visum ist abgelaufen.

Ein neues Land wartet: Malawi mit seinem fischreichen See, wo wir uns ein paar Tauchtage genehmigen wollen. Doch das im nächsten Reisebericht. Es grüßen euch Lalu (Cordi) und Heiner.
 
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