World Adventure Tour

10. Etappe

Tanzania

Jambo Sana!

Vier Wochen fuhren wir jetzt schon durch Kenia ohne Einreisestempel, offiziell waren wir also noch gar nicht da. Unser 7-Tages-Transitvisum machte uns langsam Kopfzerbrechen. Auch Wolfgang, der Farmbesitzer, ein deutscher Fliegerveteran im Ruhestand, der weltweit Einsätze flog (z.B für einen Prinzen in Saudi) meinte, wir sollten nicht länger warten. Wir lernten ihn kennen, als er uns seine Telefonnummer an die Scheibe klebte. Zwei Wochen waren wir seine Gäste, endlich durften die Mountainbikes wieder vom Dach und jeden Tag erradelten wir ein anderes tolles Fleckchen von Kenia: Lake Nakuru mit seinen tausenden rosaroten Flamingos, Lake Bogoria mit den heissen Quellen und Hippos, wir erklommen auf steilster Piste einen Vulkankrater und hatten einen genialen Blick über all die kleinen Dörfchen und natürlich den Krater selbst mit seinen 12 Kilometer Durchmesser.

Dann wurde es Zeit für Nairobi, um alle Stempel und Papiere zu erledigen. Durch die vorzeitig einsetzende Regenzeit und unsere nicht funktionstüchtigen Scheibenwischer, waren die 180 Kilometer ein Abenteuer für sich; ich sorgte für freie Sicht und Fahrt von der Kühlerhaube aus mit einem Handwischer bewaffnet. Nairobi offenbarte sich uns nicht als DAS Schreckgespenst ausgekochter Kriminalität, wir tauschten sogar auf dem Gemüsemarkt Kenia-Shillinge in US-Dollar ein, denn mit Plastikkarte wird in den nächsten Ländern nicht viel zu machen sein. Es spielte sich alles in einem winzigen Hinterraum mit verriegelten Türen ab - wir hoffen, unsere Dollar-Noten sind auch echt.

Nach 3 Tagen Grossstadt und verpesteter Luft brachen wir den Tageskilometerrekord: 460 Kilometer bis kurz vor Mombasa. Plötzlich war es wieder heiss und feucht - 2000 Meter Höhenunterschied und der indische Ozean liessen grüssen. Die letzten Tage unseres immer noch gültigen Visums verbrachten wir am Strand; und reisten dann an einer kleinen Grenze in Tanzania ein.

In Dar es Salaam, der Hauptstadt Tanzanias, parkten wir paar Tage bei der Heilsarmee, bis wir alles erledigt hatten wie Gasflasche füllen, Visa checken usw.. Dank unserem guten Instinkt entdeckten wir eine kleine Fähre auf die Halbinsel Kigamboni. Hier tummeln wir uns im Meer und aalen uns im Sand, machen uns fit für die Weiterreise nach Malawi. Wir geniessen den weissen Strand mit Kokospalmen, das klare türkisblaue Wasser und viele interessante Menschen aus aller Welt.

 
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